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Der am bisherigen Orgelgehäuse angebrachte
Spielschrank ist nach Durchsicht der Orgelarchivalien
nicht als historisch zu belegen. Er wurde deshalb
bei der Restaurierung entfernt, sodass die Manualklaviatur
und die Registerzüge wieder frei zu sehen sind.
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Ungewöhnlich bei dieser Meyer-Orgel ist, dass
die beiden Register Mixtur und Sesquialtera nur einen
einzigen Repetitionspunkt haben, und zwar zwischen
h und c'. Allerdings gibt auch der ursprüngliche
Kostenanschlag nichts her. Dort steht lediglich: "Sesquialter
1 ½ Fuß und zwey fach von vier löthigem
Metall." - "Mixtur 1 Fuß und 3fach
von gleichem Metall." Diese merkwürdige
Repetition ist sowohl orgelbaufachlich als auch musikalisch
nicht erklärbar. Selbst Meyer-Orgel-Kenner behaupten,
diese Repetition nicht zu glauben, wenn sie sie nicht
gesehen und gehört hätten. Bei der Restaurierung
wurde deshalb bei beiden Registern zusätzlich
ein Repetitionspunkt auf c° eingerichtet:
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Sesquialtera:
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C
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1 1/3'
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4/5'
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c°
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2 2/3'
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1 3/5'
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c'
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5 1/3'
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3 1/5'
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Mixtur:
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C
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1'
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1/3'
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1/2'
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c°
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2'
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1 1/3'
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1'
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c'
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4'
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2 2/3'
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2'
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Die entsprechenden Pfeifen der °Octave wurden mensurengerecht
rekonstruiert. Das frei werdende Pfeifenwerk wurde nach
Abschluss der Restaurierung ins Orgelwerk eingelagert.
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Disposition der Orgel
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Manual (C,D-f''')
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Bordun
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16 Fuß
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Octav
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8 Fuß
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Rohrflöte
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8 Fuß
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Principal
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4 Fuß
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Flöte
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4 Fuß
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Quinta
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3 Fuß
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Octav
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2 Fuß
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Sesquialterea
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2fach 11/2 Fuß
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Mixtur
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3fach 1 Fuß
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Pedal (C-c')
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Subbass
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16 Fuß
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Octavbass
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8 Fuß
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Octavbass
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4 Fuß
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Posaune
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16 Fuß
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Bis auf den Principal 4 Fuß, einzelne Pfeifen und
die überarbeiteten Kehlen der Posaune 16 Fuß
sind alle Register original erhalten.
Die Meyer-Orgel der ev.-luth. Kirche
in Schönhagen
Michael Kuhlmann an der Meyer-Orgel (1831) in der Martin-Luther-Kirche
Schönhagen auf CD
Am 25. Januar 2008 hat Herr Kuhlmann in einem Konzert
die Orgel-CD vorgestellt, die unsere Kirchengemeinde in
Zusammenarbeit mit ihm, der Orgelbaufirma Krawinkel und
dem Tonstudio Ambiente im Oktober/November
2007 produziert hat.
Die CD ist für 12,50 Euro (zzgl. Porto) erhältlich
bei:
Martin-Luther-Kirchengemeinde
Pfarramt Schönhagen
Bornstraße 4 · 37170 Uslar
Tel.: ( 0 55 71 ) 28 21 · Fax: ( 0 55 71 ) 91 35
32
eMail: KG.Schoenhagen@evlka.de
Einen kleinen Hörgenuss der hervorragenden Aufnahmen
erhalten Sie hier:[ Inhalt und
Hörproben ]
(Beachten Sie
bitte: Das Laden der 30 Werke erfordert ein wenig Geduld)
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Pressespiegel: Ein beglückender
Klang
Orgelführung: Orgelbaumeister
Elmar Krawinkel (links) informierte die Besucher
über die restaurierte Meyer-Orgel der Martin-Luther-Kirche.
Text/Foto: Jörg Nolte
Schönhagen.
"Endlich, endlich ist es soweit. Unsere Orgel
soll zur Ehre Gottes, zur Freude der Gemeinde und
zum Trost erklingen", so Schönhagens Pastor
Carsten Schiller am Sonntag im Gottesdienst zur
Orgelweihe. Mehr als ein Jahr hatte die 1831 erbaute
Ernst-Wilhelm-Meyer-Orgel der evangelischen Martin-Luther-Kirche
geschwiegen: Sie wurde restauriert. Jetzt erklingt
sie wieder.
Die Orgelbauwerkstatt Krawinkel aus Deisel hat ganze
Arbeit geleistet. Das konnte man schon beim ersten
Lied hören. Satt und kräftig tönte
es von der Empore - einen halben Ton tiefer als ursprünglich
angelegt, damit die Gemeinde besser mitsingen kann.
Das äußere Erscheinungsbild der Orgel hat
sich auch geändert: Sie sieht wieder so aus wie
1831, hellgraue Rahmen, dunkelgraue Füllungen,
goldenes Zierwerk. Und: Es steht ihr gut.
Begeistert war Martin Müller aus Northeim, der
während des Gottesdienstes als erster Organist
die restaurierte Orgel spielte: "Vorher war ich
kein Freund dieser Orgel. Sie war schwachbrüstig,
hatte keine richtige Kraft. Oftmals fielen Töne
aus oder blieben hängen. Jetzt hat sie einen
beglückenden Klang, ist kraftvoll und offenbart
ein ausreichendes Klangspektrum, sowohl für Gottesdienste
als auch für Konzerte."
Nach dem Gottesdienst ging es ins Gemeindehaus. Kirchenvorsteher
Jürgen Heuer hatte ein Mittagessen zubereitet.
Später konnten sich die Besucher bei Orgelführungen
mit Elmar Krawinkel über das Instrument informieren.
Das einhellige Fazit der Besucher: Die Restauration
hat sich gelohnt und die knapp 100 000 Euro, die alles
gekostet hat, sind gut angelegt.
Zum Festkonzert am Nachmittag kamen mehr als 200 Zuhörer.
Hans-Ulrich Funk aus Herzberg brachte das Instrument
in all seinen Klangfarben zu Gehör. Funk hatte
als Orgelrevisor das gesamte Projekt begleitet. Kirchenvorsteherin
Kerstin Ahlborn dankte neben Orgelbauer Krawinkel
und Revisor Funk auch allen, die durch Spenden und
Mithilfe die Restauration ermöglicht hatten.
Im Konzert waren alle Registerkombinationen zu hören.
Mal klang die Orgel sanft und leise, mal kraftvoll
und satt. Besonderer Genuss: Funk spielte alle acht
kleinen Präludien und Fugen von Johann Sebastian
Bach.
"Wir sind sehr dankbar, dass wir ein so schönes
Instrument haben", freut sich Pastor Schiller,
"die Orgel ist vom Klang kaum wieder zu erkennen.
Sie klingt jetzt wie ein großes, barockes Instrument."
Heute findet ab 19.30 Uhr ein weiteres Orgelkonzert
statt. Kirchenmusikdirektor Friedhelm Flamme aus Dassel
spielt Werke zum Ende des Kirchenjahres. (zno)
Quelle:
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