| Pilgern | ||||||||||||||
Aus diesem Grund hat die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers in den Jahren 2004/2005 das Pilgerprojekt entwickelt und lädt alle Menschen ein, einen alten Zisterzienserweg als ökumenischen Pilgerweg zu entdecken. Die beiden ehemaligen Zisterzienserklöster Loccum und Volkenroda verbindet eine weit ins Mittelalter zurückgehende Tradition. Seit dem 6. April 2005 sind sie nun offiziell wieder durch einen markierten Pilgerweg miteinander verbunden.
Der Pilgerweg ist markiert mit Wegmarken, auf denen das Loccumer Zisterzienserkreuz abgebildet ist. |
||||||||||||||
Eröffnung des Pilgerwegs am 8. Juli durch und
mit Landesbischof Hirschler
Pilgern heißt: "Auf dem Weg sein." Und das waren wir. Am Samstag, dem 8. Juli, wurde die neue Teilstrecke des Pilgerweges Loccum-Volkenroda, die von Schönhagen aus nach Vernawahlshausen führt, feierlich eröffnet. Der Abt des Klosters Loccum, Herr Landesbischof i. R. D. Horst Hirschler, hat an diesem Tag zusammen mit Superintendent Heinz Behrends und Pastor Carsten Schiller eine Andacht in unserer Martin-Luther-Kirche gehalten. Über 100 Menschen sahen schließlich dabei zu, wie der Landesbischof mit den Worten "So sei nun dieser Pilgerweg dem dreieinigen Gott geweiht" das Absperrband durchtrennte und damit offiziell die Schirm-herrschaft für "unseren Pilgerweg" übernahm. Just in dem Moment, als die Pilgerwanderung losgehen sollte, brach ein heftiger Regenschauer über uns los. Dennoch machten wir uns frohen Mutes auf den Weg, der zunächst im "Trockenen Sieck" hoch führte. Eine erste kleine Rast gab es bei dem Bischofsstein, den Herr Karl Schlotter zu Ehren der Schirmherrschaft des Landesbischofs errichtet hat. Dort wurde aus unserem eigens für diese Strecke erstellten Pilgerliederbüchlein ein Lied gesungen und ein kurzes Gebet gesprochen, bevor es zum Kirchwegstein weiter ging. Auch dort wurde ein Lied gesungen und von Superintendent Heinz Behrends ein Gebet gesprochen. Nach diesen zwei kurzen Etappen folgte nun ein recht weiter Weg zu dem Rastplatz "Dicker Stein". Zum Glück hatte es mittlerweile aufgehört zu regnen. Unterwegs formierten sich ständig neue Gruppen zu Gesprächen. Es war einfach toll, mit jeder und jedem ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Interessant war es auch zu erfahren, woher manche Pilger angereist waren und was sie dazu bewogen hat. So verging die Zeit recht schnell, und der Weg bereitete allen viel Freude. Am "Dicken Stein" warteten schon Würstchen und Getränke auf uns, die uns für den Rest der Strecke stärken sollten. Gestärkt und durch Gebet und Gesang gerüstet, ging es dann weiter in Richtung Vernawahlshausen. Dort, wo unsere Alternativroute zum Pilgerweg wieder auf die ursprüngliche Strecke trifft, wartete bereits Pfarrer Thomas Schrader mit seinem Kirchenvorstand, die uns freudig begrüßten. Gemeinsam gingen wir zur Vernawahlshäuser Kirche und feierten eine kleine Andacht. Gegen 16.00 Uhr ging es mit dem Bus zurück nach Schönhagen. Der Kaffee duftete bereits herrlich, als wir das Gemeindehaus betraten. Jeder freute sich auf eine schöne Tasse Kaffee oder Tee. Kurz vor der Vesper wurde von Pastor Schiller unser neues Pilgerkreuz geweiht. An diesem Kreuz sollen Menschen Ruhe finden und Gottes Gegenwart erfahren. Mit der Vesper um 18.00 Uhr und der Komplet um 20.30 Uhr fand dieser schöne und erfüllte Tag schließlich seinen Abschluss. Es war für uns alle ein ganz gesegnetes Erlebnis. Einige visuelle Eindrücke von diesem schönen Tag finden Sie [hier]. |




